Mieterfest der Paasche AG in Gosen

Feuerwehr sorgte für Überblick
von André Organiska

Als Dankeschön und Treffpunkt für ihre Mieter veranstaltete die Paasche AG am 24. Mai 2014 ein großes Mieterfest im Bergpark in den Gosener Bergen am Seddinsee. Gefeiert wurde die erfolgreich durchgeführte Modernisierung von bisher mehr als 40 Wohnungen und weitere Fortschritte an der Umfeldgestaltung im Quartier. "Weitere Arbeiten folgen", so Edmund Heidner Vorstand der Paasche AG bei der Eröffnung auf dem Festplatz um 15 Uhr. "Wir haben seit kurzem die Zusage der Bank zur Sanierung des nächsten Wohnblocks mit mehr als 40 Wohnungen". Dabei geht es Heidner, der das rund 31 Hektar große Gelände 2007 erworben hat, nicht nur ums Geld.
Die Mieter und Gewerbetreibenden sollen sich bei diesem Fest austauschen, kennenlernen und Ideen entwickeln. Neben dem Bergpark Gosen entwickelt die Paasche AG seit 2012 den Nordteil des Müggelparks Gosen. Hier stehen 20.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Unter dem Begriff Büropark können Interessenten günstige Räume für Gewerbe, Kunst und Kultur anmieten.

Edmund Heinder (li.) begrüßt die Gäste
Organisiert von einem seit knapp drei Monaten tagenden Festkomitee gab es sodann beim Mieterfest einige Highlights. So präsentierte sich die Freiwillige Feuerwehr Gosen mit ihrem Fahrzeug und Technik. Sandra Spehr, Kathrin Wiese, Sebastian Schulze und Alexander Breuer hievten den einen oder anderen kleinen Besucher in das Fahrerhaus des Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser (TSF-W). Die befreundete Woltersdorfer Wehr entsandte eine Drehleiter, mit der man unentgeltlich im Fahrkorb bis auf knapp 27 Meter Höhe das Festgelände von oben überblicken konnte. Mike Fuhrmann sorgte mit seiner DJ-Anlage für sehr guten Klang und Unterhaltung. Daneben gab es Kuchenverkauf, Knobibrote, Grillwürste und Getränkestände. Einige der Bewerber zur am Folgetag stattgefundenen Kommunalwahl präsentierten sich mit Informationsständen. 

Löschfahrzeug der Gosener Wehr
Auf der Bühne am Ufer des Seddinsees trat die Schulband der Docemus-Privatschule Neu Zittau auf. Hier ließ es sich Edmund Heidner nicht nehmen, selbst in die Tasten zu greifen und gesanglich eine Hymne auf Gosen-Neu Zittau darzubieten. Daneben war die Trommelgruppe der Musikschule Zauberklang zu Gast. Yvonne Kamenz animierte die rund 100 Zuschauer mit ihrem Zumba-Tanz-Kurs zum mitmachen. Direkt neben der Musikbühne bot die unmittelbar am Ufer des Sees gelegene Strandbar des Restaurant Athos Kühles an Getränken und Speisen. 

Stradbar mit musikalischer Begleitung
"Das Wetter ist Spitze", so Sabine Hein, Betreiberin des Restaurants. Das merkt am am Nutzungsgrad der kostenlos bereitgestellten hellblauen Liegen. Dort mit Blick auf den Seddinsee liegend, konnte man bei 28 Grad den Tag genießen, den Segelboten zuschauen, vorbeifahrenden Ausflugsschiffen winken und selbst in das rund 17 Grad warme Wasser gehen. Dabei sind die Liegen und Strohschirme nicht nur zum Fest vorhanden. "Hier ist das ganze Jahr über Hochbetrieb", so Sabine Hein. Die einmalige Lage gilt nach wie vor als Geheimtipp in Sachen Ausflugslokal und Erholung. Man benötigt mit dem Auto nur rund 10 Minuten bis zur Köpenicker Innenstadt und 35 Minuten zum Brandenburger Tor in Berlin-Mitte.


"Kundschafter-Singegruppe" bei der Arbeit
In den ehemaligen Fahrzeughallen der Ausbildungsstätte des Ministeriums für Staatssicherhheit (MfS) wurde ein rund einstündiger Film mit Ton gezeigt. Hier zu sehen waren Bilder, die durch Kameraleute der Stasi selbst bei der Eröffnung des Geländes im Jahre 1988 gedreht wurden. Darunter ein Auftritt einer "Kundschafter-Singegruppe" im Kinossaal sowie die Ansprache des damaligen Ministers im Beisein von Markus Wolf. Die Aufnahmen stammen aus dem Archiv der Behörde für Stasiunterlagen und wurden neben vielen weiteren Videos und Technikausstattungen, erst 2005 in Räumen der ehemaligen Ausbildungsstätte aufgefunden.

Ergänzt von Torwandschießen, Stiefelweitwurf, Angeln für Kinder, einem Männerballett, Disko und Lagerfeuer ging die Veranstaltung gegen 23 Uhr dem Ende entgegen. Zuvor wurde, initiiert durch Maria Pfennig, Mirko Fölsch und Frank Nakoinz, den Erstwählern der Gemeinde mit einer "Jungwählerparty" das Thema nahe gebracht. Ein Politikquiz, Graffiti, Kritikibox und die Aufforderung zum Mitgestalten bezog sich auf die Tatsache, das erstmals in der Geschichte des Landes Brandenburg bei einer Kommunalwahl 16-jährige volles Stimmrecht haben.


Gut besuchtes Kandidaten-Forum
Politisch wurde es auch um 19 Uhr. Eingeladen wurde alle Bewerber für das Kommunalparlament und die Bürgermeisterwahl. Gekommen und den Fragen stellten sich nur einige davon. Roland Dahlke (Die Linke), Anja Grabs (B90/Die Grünen), Thomas Schölzchen (Förderverein Dorfkirche Gosen), André Organiska (CDU), Alexander Breuer (Feuerwehr Gosen), Karl-Heinz Bauer (Einzelbewerber) und Maria Pfennig (BVB/Freie Wähler) nahmen auf dem Podium in Form zwei nebeneinander aufgereihter Bierzeltgarnituren Platz. Unter freien Himmel, moderiert von Christoph Geyer, stellten sich die Bewerber sodann vor, erläuterten kurz ihre Themen und Ziele und gaben auf Fragen Antwort. Großes Thema in der rund anderthalbstündige Runde waren Kinder, Jugendliche und Mitbestimmung. Nahverkehr, Ortsentwicklung, Flächennutzungspläne und das bisherige Gebaren der Gremien. Bedauerlich wurde empfunden, dass sich mehrere der Bewerber, darunter auch Bürgermeisterkandidaten, dem Gedankenaustausch entzogen haben, indem sie nicht erschienen sind.

An diesem ereignisreichen Tag gab es nur strahlende und zufriedene Mieter, so dass sehr schnell der Wunsch an die Paasche AG herangetragen wurde, solch ein Fest jedes Jahr zu veranstalten…







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